Why Using the Build International Listings tool in Amazon is a Bad Idea?

Wenn es um internationale Expansion auf Amazon geht, möchten alle ein Stück vom Kuchen. Auch wenn es aufregend klingt, werden viele Verkäufer von der enormen Aufgabe abgeschreckt, Produktlistings auf den verschiedenen Amazon-Marktplätzen zu erstellen. Hier könnte das Amazon-Tool „Internationale Angebotserstellung einrichten“ (English „Build International Listings“, BIL) in Betracht kommen, das Ihre Produkte automatisch innerhalb von kurzer Zeit auf anderen Amazon-Marktplätzen listet. Doch wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Wir konnten beobachten, dass Verkäufer aufgrund der Nutzung des BIL-Tools negative Auswirkungen bis hin zur Suspendierung ihres Amazon-Accounts erfahren haben. Deshalb haben wir im Folgenden einige Punkte zusammengefasst, die man vor dem Einsatz des BIL-Tools beachten sollte.

 

Was ist „Internationale Angebotserstellung einrichten“?

Das ToolInternationale Angebotserstellung einrichten von Amazon gibt es schon seit einigen Jahren, wir werden es hier also nicht detailliert beschreiben. Kurz gesagt hilft Ihnen das Tool dabei, Angebote von einem Ausgangsmarktplatz auf einem oder mehreren Zielmarktplätzen zu erstellen und aktualisieren. Dabei werden qualifizierte Angebote und Preise auf den Zielmarktplätzen gemäß der von Ihnen hinterlegten Einstellungen und Wechselkurse angepasst.

 

Wie kann der Einsatz dieses arbeitssparenden Tools dann eine schlechte Idee sein?

 

Es eignet sich nicht für alle Produkte

Das Tool „Internationale Angebotserstellung einrichten erstellt Listings nur für die Produkte, welche schon auf den Zielmärkten bestehen, auf welche der Verkäufer expandieren möchte. Damit können Sie bestehende ASINs auf den Zielmärkten nutzen, um Ihre Produkte mit denselben ASINs ebenfalls dort zu listen. Dies bedeutet auch, dass ASINs, die auf den Zielmärkten noch nicht vorhanden sind, nicht über das Tool gelistet werden können und stattdessen manuell erstellt werden müssen.

 

Sie riskieren eine falsche Übersetzung Ihrer Produktlistings

Eine kurze Online-Suche ergibt viele Verkäufer, die sich darüber beschweren, dass ihre Listings durch das BIL-Tool falsch übersetzt wurden. Übersetzungsfehler sollten Sie bei der Expansion in neue Länder und auf neue Marktplätze unbedingt vermeiden. Sie können Ihre Kunden im Ausland verwirren, zu unbefriedigenden Verkäufen führen und Ihre Marke und Ihre Glaubwürdigkeit als Verkäufer gefährden.

 

So fortgeschritten maschinelle Übersetzung heute auch sein mag, die Lokalisierung Ihrer Listings ist immer noch etwas, das die „persönliche Note“ benötigt. Nur ein Muttersprachler aus Ihrem Zielland mit einem umfassenden Verständnis der Kultur und des Zielmarkts weiß wirklich, wie Ihre Produktinformationen für die Käufer dort angepasst werden müssen. Informieren Sie sich über die vier Punkte, die Sie bei der Übersetzung Ihrer Produktlistings für eine E-Commerce-Expansion beachten sollten (Video in englischer Sprache).

 

Ein geeignetes Beispiel ist Bekleidung. In den verschiedenen Ländern werden häufig unterschiedliche Größen verwendet, selbst bei benachbarten Amazon-Märkten wie Italien und Frankreich. Stellen Sie sich vor, dass Sie als deutscher Bekleidungsverkäufer nach Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien expandieren möchten. Sie werden für diese Zielmärkte drei oder mehr verschiedene Bekleidungsgrößen angeben müssen. Durch die Verwendung des BIL-Tools riskieren Sie, dass Ihre Produkte in der falschen Größe gelistet werden, was zu negativem Feedback und Rücksendungen führt.

 

Sie benötigen verschiedene Preisstrategien für die jeweiligen Marktplätze

Ja, das BIL-Tool synchronisiert Ihre Preise auf den Amazon-Marktplätzen ausgehend von Ihren Preisen auf dem Ausgangsmarkt unter Berücksichtigung der Wechselkurse. Es gibt jedoch keine Empfehlungen darüber ab, welche Preise auf den verschiedenen Marktplätzen die größten Margen erzielen und zugleich wettbewerbsfähig bleiben. Sie sollten also die gebotene Sorgfalt walten lassen und das Potential eines Preisanpassungstools erwägen, um besser geeignete Preise für jedes Land berechnen zu können.

 

Die Übersetzungsqualität und die Preisgestaltung können leicht übersehen werden, besonders in der Aufregung wenn es darum geht, den Verkauf auf mehreren Amazon-Marktplätzen zu beginnen, wie das BIL-Tool verspricht. Dabei entscheiden solch grundlegende Details wie die Genauigkeit und Qualität Ihrer Listings darüber, ob Ihre internationale Expansion ein Erfolg wird. Das BIL-Tool kann also nicht zu unterschätzende Nachteile haben und auf lange Sicht der Etablierung Ihrer Marke auf ausländischen Amazon-Marktplätzen sogar mehr Schaden als Nutzen zufügen.

 

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